Auf die Frage hat die Natur eine klare Antwort parat: Solange die Kuh das Kalb saugen lässt. Bei meinen Schottischen Hochlandrindern sind 8 und 10 Monate Saugzeit tatsächlich keine Seltenheit. In der Milchvieh-Kälberaufzucht dagegen kann das Absetzen nicht schnell genug gehen und über mehrere Jahrzehnte war eine 7-8 Wochen lange Tränkephase der Standard schlechthin. Mehr erfahrt ihr hier …
Wie beim Kind so kann man auch den Stoffwechsel beim Kalb auf Jahre hinaus beeinflussen. Man spricht von „metabolischer Programmierung”, einem noch relativ jungen, aber hoch spannenden Forschungsgebiet der menschlichen Ernährung respektive der Fütterung von Kälbern. War man hier die letzten 30 Jahre bestrebt, Kälber sparsam und mit möglichst wenig Milch oder Milchaustauscher so schnell wie möglich zum Wiederkäuer auszubilden, findet man heute immer mehr Betriebe, die eine komplett andere Strategie wählen. Und das aus gutem Grund: Nahezu alle neueren Studien zeigen, dass man mit intensiverer bis hin zur Ad Libitum-Aufzucht der Kälber in den ersten Lebenswochen gesündere, langlebigere Kühe mit einer besseren Lebenseffektivität erhält. Mehr erfahrt ihr hier …
Mit weitem Abstand gilt Durchfall bei Kälbern als Hauptproblem und -erkrankung gleichermaßen. In manchen Betrieben leiden bis zu 100 % der Kälber daran, vor allen Dingen in den ersten beiden Lebenswochen. Warum gibt es aber auch auf der anderen Seite Betriebe, für die Durchfall ein „Fremdwort“ ist? Was machen diese anders, oder umgekehrt, warum kämpfen wiederum andere Betriebe fast bis zur Erschöpfung mit diesem Problem? Hier meine Toptipps zur Durchfallvermeidung …